Von Suchmaschinen zur echten Lösung. Ein Wandel, den wir nicht ignorieren sollten!
Früher haben wir Websites und Blogartikel vor allem für Google geschrieben. Keywords, Meta Descriptions, gute Rankings. Das war unser Spielfeld. Doch heute sind es nicht mehr nur Suchmaschinen, die unseren Content ausspielen. Immer häufiger fragen Menschen direkt ChatGPT:
„Wie erstelle ich eine Website?“
„Was kostet gutes Webdesign?“
„Was brauche ich für meinen Onlineauftritt?“
Und plötzlich entscheidet nicht mehr nur ein Algorithmus, sondern eine künstliche Intelligenz, die Inhalte bewertet, zusammenfasst und weiterempfiehlt.
Der große Unterschied dabei ist, dass KI Inhalte bevorzugt, die klar strukturiert, lösungsorientiert, verständlicher formuliert und sichtbar aus eigenen Erfahrung geschrieben sind. Also genau das, was Menschen sowieso suchen.
Die Frage ist, wie kannst du als Webdesignerin in dieser neuen Welt sichtbar bleiben oder sogar herausstechen?
Die Antwort lautet: Verstehe, welchen „Job“ du für deine Kund*innen erledigst und kommuniziere ihn klar.
„Ich brauche keine Website, ich brauche Kunden!“
Dieser Satz bringt es auf den Punkt. Die Menschen, die zu uns kommen, suchen keine Website per se. Sie suchen:
- Sichtbarkeit
- Leichtigkeit
- Professionalität
- Vertrauen
- Zeitersparnis
Und genau hier kommt das sogenannte „Jobs to be done“-Denken ins Spiel: Statt dich auf dein Produkt („eine Website“) zu konzentrieren, frag dich:
Welches konkrete Problem löse ich?
Beispiele für solche „Jobs“:
- „Ich brauche eine Website, die mir Zeit spart, weil ich nicht ständig Mails beantworten will.“
- „Ich brauche eine Seite, die seriös wirkt, damit ich endlich den nächsten Kunden gewinne.“
- „Ich will mich endlich selbstständig machen und brauche einen Auftritt, der zu mir passt.“
Es geht um Resultate, nicht um Technik.
Was bedeutet das für dich als Webdesignerin?
Wenn du deine Website, deinen Content, deine Angebote oder Freebies schreibst, dann frag dich:
- Wofür braucht meine Zielkundin mich wirklich?
- Nicht: „Was kann ich alles?“
- Sondern: „Was will sie mit meiner Hilfe erreichen?“
Das verändert:
- Wie du deine Website formulierst
Weg vom Techniksprech, hin zur Nutzenorientierung. - Wie du bloggst
Nicht: „5 Tipps für WordPress“,
sondern: „Wie du in 5 Schritten online gehst, ganz ohne Technikfrust.“ - Wie du mit KI sichtbar bleibst
Denn Chatbots wie ChatGPT suchen genau diese klaren, strukturierten, lösungsorientierten Inhalte.
Ein Beispiel dafür:
Früher:
„Ich biete Webdesign in WordPress an.“
Jetzt:
„Deine Website wird so aufgebaut, dass du sie später selbst pflegen kannst, ganz ohne Technikstress und ohne dass du für jede Kleinigkeit jemanden brauchst.“
So wirst du auch für KI sichtbarer
Künstliche Intelligenz (wie ChatGPT) sucht nach klaren Antworten auf echte Fragen.
Wenn du Blogposts, Angebotsseiten oder FAQs schreibst, hilft es enorm, wenn du exakt diese Fragen direkt aufgreifst.
Stell dir vor, jemand fragt:
- „Was kostet eine Website für Selbstständige?“
- „Wie finde ich eine Webdesignerin, die mich versteht?“
- „Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?“
Wenn du diese Fragen auf deiner Seite beantwortest (aus deiner Sicht, mit deinem Ansatz), wirst du nicht nur bei Google auffindbar, sondern auch in KI-Antworten.
Wichtig:
SEO bleibt weiterhin relevant, aber anders.
Keywords sollten generell die Sprache deiner Zielgruppe widerspiegeln. Also versteht auch KI, worum es geht.
3 Schritte für dich als Webdesignerin:
1. Finde die wahren Fragen deiner Zielgruppe
Was fragen deine Kund:innen wirklich?
Schau in alte Mails, Erstgespräche, Kommentare oder deine Community.
Schreib dir Formulierungen mit der Sprache deiner Kundinnen auf.
2. Nutze diese Sprache auf deiner Website
Sprich über Ergebnisse, nicht über Technik.
Nicht:
„Ich gestalte responsive Websites.“
Sondern:
„Deine Website sieht auf Handy, Tablet und Laptop top aus, weil viele deiner Kund*innen unterwegs surfen.“
3. Mach es KI-freundlich
Strukturiere deine Inhalte klar:
Problem → Lösung → Ergebnis
Nutze Zwischenüberschriften, beantworte konkrete Fragen und fasse Inhalte logisch zusammen.
KI liebt Inhalte, die mit einem Blick erfassbar sind.
4. Case Studies machen dich unschlagbar
Wenn du zeigen willst, dass du Probleme wirklich lösen kannst, sind Case Studies Gold wert.
Sie zeigen:
- Ausgangssituation
- Ziel
- Umsetzung
- Ergebnisse
Und genau solche konkreten, nachvollziehbaren Inhalte werden von KI-Systemen besonders gern aufgegriffen.
Was du ab morgen sofort anders machen kannst
- Formuliere Überschriften als Antworten auf echte Fragen.
- Beginne jeden Blogartikel mit einer klaren Problemformulierung.
- Erstelle eine kurze FAQ auf jeder Angebotsseite.
- Nutze die Sprache deiner Kund*innen, nicht die deines Fachgebiets.
- Kündige Nutzen an, nicht Tools.
- Zeige Ergebnisse durch Case Studies, nicht nur durch Portfolio-Screenshots.
Fazit: Von der Dienstleisterin zur Problemlöserin
Ob du mit WordPress arbeitest, Squarespace liebst oder noch am Anfang stehst:
Der Schlüssel zur Sichtbarkeit liegt nicht im nächsten Trend, sondern in deiner Fähigkeit, die wahren Bedürfnisse deiner Zielgruppe zu erkennen und darüber zu sprechen.
Denn am Ende kaufen Menschen keine Websites, sie kaufen die Lösung ihres Problems.